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Perfektionismus im Kindesalter

Perfektionismus entsteht im Kindesalter?

Perfektionismus - hohe Ansprüche oder Burnourt?

Perfektionismus beginnt bereits im Kindesalter. Unsere Eltern prägen uns von Beginnn an.

Unsere Eltern prägen uns: von Anfang an! Bereits im kleinsten Kindesalter übernehmen wir die Wertmaßstäbe unserer Eltern und orientieren uns daran.

Unsere Kinder gehen heute idealerweise in zweisprachige Kindergärten. Lernen frühzeitig ein Instrument spielen und können bereits vor der Einschulung Lesen und Rechnen.

Von Anfang an haben unsere Eltern die Erwartungshaltung, dass wir mithalten können mit all diesen Anforderungen und dem damit verbundenen Tempo. Schaffen wir dies, dann strahlen die Augen unserer Eltern, sie sind stolz auf uns. Und so lernen wir von Beginn an, dass Leistung unsere Eltern glücklich macht.

Die leistungsorientierte Erziehung soll uns auf das Leben vorbereiten, wir sollen lernen uns im Erwachsenenalter zu behaupten und erfolgreich zu werden. Gegen diese Vorbereitung aufs Leben ist zunächst nichts einzuwenden.

Doch wann beginnt das Gleichgewicht unserer Psyche zu kippen? Wann werden wir zu Perfektionisten? Und wann zu dem Typus, der uns am Ende krank macht?

Perfektionismus: Entwicklung des Kindes

Perfektionismus - hohe Ansprüche oder Burnourt?

Die Erziehung unserer Kinder bestimmt, ob sie perfektionistisch werden oder nicht!

Ein Beispiel verdeutlicht den schmalen Grad zwischen der Entwicklung von funktionalem und dysfunktionalem Perfektionismus:

Die kleine Anna ist eine sehr gute Schülerin. Die Lehrer sind sehr zufrieden mit ihr. Stolz kommt sie mit der Note "sehr gut" in einer Deutschklausur nach Hause und präsentiert ihr Ergebnis strahlend ihrer Mutter. Die Mutter ist mit ihren Gedanken noch beim letzten Einkauf nimmt die Note mit einem kurzen Nicken zur Kenntnis, räumt den Kühlschrank weiter ein und sagt der kleinen Anna, dass die Note gut ist, aber dass es natürlich auf die Endnote im Zeugnis ankommt. Auf keinen Fall dürfte die kleine Anna jetzt denken, sie könne sich auf diesem Erfolg ausruhen. Ihre Leistung ist noch lange nicht perfekt!

Die kleine Anna lernt, dass kleine Erfolge als selbstverständlich genommen werden, aber nur ein kleiner Schritt auf dem langen Weg sind. Das große Lob und eine Menge Aufmerksamkeit durch die Mutter kann sie nur erreichen, wenn Sie unablässig weiter macht und das "Endziel" erreicht und permanent perfekte Leistung erbringt.

Übergroße Ansprüche und Unzufriedenheit

Perfektionismus - hohe Ansprüche oder Burnourt?

Die Familie kann durch Lob an der richtigen Stelle vermeiden, dass sich unsere Kinder später zu einem dysfunktionalen Perfektionisten entwickeln.

Von Anfang an lernt die kleine Anna, dass man mit Kleinigkeiten nicht zufrieden sein kann. Und natürlich fängt sie auch an, an sich selbst zu zweifeln, da die Anerkennung der Eltern ausbleibt. Die kleine Anna läuft Gefahr, als Erwachsene eine Perfektionistin mit Selbstzweifeln zu werden (dysfunktionaler Perfektionismus). Anders könnte die Entwicklung des Kindes sein, wenn auch kleine Erfolge stets gelobt und mit Aufmerksamkeit verbunden werden. Ein Kind muss wissen, dass es auch geliebt wird, wenn es mal nicht "Klassenbester" ist. So könnte ein hochleistungsfähiger Erwachsener entstehen (funktionaler Perfektionismus).

Dieses kleine Beispiel soll zeigen, wie schnell durch gesetzte Anreize der Eltern aus Kindern kleine Perfektionisten werden können. Wer früh lernt, nie mit dem Erreichten zufrieden zu sein, wird später sich selbst und seinem Umfeld mit übergroßen Ansprüchen und Unzufriedenheit begegnen. Gerade bei Mädchen kann der selbstgemachte Druck mit den dazugehörigen Selbstzweifeln bereits im Teenageralter so groß sein, dass extreme Essstörungen auftreten. Die Burnout - Gefahr ist groß.

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