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Perfektionismus bei Erwachsenen

Perfektionismus im Leben eines Erwachsenen

Perfektionismus - hohe Ansprüche oder Burnourt?

Stärkt uns der Perfektionismus und bringt uns zu Höchstleistungen oder zerbricht er uns und führt am Ende zum Burnout?

Perfektionismus wird bereits in der frühen Kindheit geprägt. Als Erwachsener kann uns dieser Charakterzug zu Höchstleistungen bringen oder, wenn zuviele Selbstzweifel im Spiel sind, krank machen.

Ein Beispiel für "gesunde" Perfektionisten sind Hochleistungssportler, die das extrem starke Bedürfnis haben immer besser zu sein als andere. Solange sie ihren Erfolg auch wirklich geniessen können, sprechen wir von einem gesunden Perfektionisten oder funktionalem Perfektionismus.

Lesen Sie unsere Beispiele. Erkennen Sie sich wieder? Dann machen Sie in jedem Fall unseren Perfektionismus - Test. Es gibt immer einen Weg, wieder zu einer gesunden Lebenseinstellung zurück zu finden. Hilfestellungen, die sich leicht in Ihr Leben integrieren lassen, finden Sie hier: Hilfe bei Perfektionismus...

Burnout Gefahr - Perfektionismus

Perfektionismus - hohe Ansprüche oder Burnourt?

Selbstzweiffel oder alles im Griff? Dysfunktionale Perfektionisten neigen zu Burnout, Essstörungen oder Depressionen.

Doch wenn wir unter Selbstzweifeln leiden und uns nichts gut genug sein kann und wir niemals um Hilfe bitten, dann sind wir dysfunktionale Perfektionisten und laufen Gefahr, krank zu werden. Schlimmstenfalls bekommen wir das Burnout Syndrom oder andere psychische Störungen, wie Essstörungen oder Depressionen.

Zwei Beispiele verdeutlichen, wie sich Perfektionisten verhalten:

Im ersten Beispiel geht es um Markus F. Er ist Angestellter einer Spedition und für die Planung von Lieferungen verantwortlich. Er arbeitet täglich 14 Stunden und das bei einem mageren Gehalt. Er notiert jeden einzelnen Auftrag exakt und sehr detailliert. Viel detaillierter, als seine Kollegen es tun. Die Aufträge erklärt er jedem Fahrer noch einmal persönlich, damit auch ja nichts schief geht. Wenn Lieferungen verspätet ankommen, fühlt er sich persönlich verantwortlich. Obwohl er in den meisten Fällen nichts dafür kann.

Perfektionismus - Burnout bei Markus F.

Perfektionismus - Burnout Gefahr

Dysfunktionaler Perfektionismus kann zum Burnout führen. Ständiger Stress gekoppelt an hohe Ansprüche zerstören unsere Psyche und machen uns auf Dauer krank.

Als einer seiner Kollegen kündigt und die Firma die Stelle nicht neu besetzt, übernimmt er fast 80 Prozent der Aufgaben seines früheren Kollegen. Er kommt noch später nach Hause, vernachlässigt seinen Freundeskreis, gönnt sich keinen Urlaub mehr - und eines Tages bricht er sprichwörtlich zusammen. Er kann nicht mehr. Nicht mehr denken, keine Entscheidung mehr treffen. Selbst die Überlegung, ob er jetzt zur Toilette muss oder lieber noch 5 Minuten warten soll, kostet ihn eine übermenschliche Anstrengung und er kann sich nicht entscheiden.

Diagnose: Burnout-Syndrom!

Markus F. fällt für mehrere Monate aus. Er muss in einer Klinik, speziell für Burnout Fälle lernen auch mal Dinge liegen zu lassen. Die schönen Dinge im Leben sehen. Sich nicht selbst zu überfordern. Realistisch einschätzen, in welcher Zeit etwas zu schaffen ist und was halt nicht mehr geht. Arbeit ist nicht das Leben. Doch dies hatte er fast vergessen. Nach 2 Jahren ist Markus F. wieder voll belastbar, doch auch heute muss er noch sehr darauf achten, die Grenze zur Selbstüberforderung nicht mehr zu überschreiten.

Perfektionismus: Nichts ist gut genug!

Perfektionismus - hohe Ansprüche oder Burnourt?

Burnout Gefahr und Überforderung sind die Spätfolgen des dysfunktionalen Perfektionismus

Ein zweites Beispiel erzählt uns die Geschichte von Babara S.

Sie arbeit als Journalistin bei einer kleinen lokalen Zeitung. Sie ist bei ihrem Chef aufgrund ihrer präszisen Bescheibung von Ereignissen sehr beliebt. Mit der Zeit bekommt sie mehr Verantwortung und mehr Themen, über die sie schreiben soll. Vorher hatte sie für ihre kleinen Nebenthemen viel Zeit für die gründliche Überarbeitung. Und das tat sie immer. Jede Zeile, die sie schrieb, wurde etliche Male von ihr umgeändert. Manchmal schrieb sie sogar 5 verschiedene Versionen eines Absatzes und konnte sich am Ende nur schwer entscheiden, welcher Absatz der perfekteste für ihren Artikel war.

Doch jetzt musste sie über Themen schreiben, die brandaktuell waren und am nächsten Tag bereits gedruckt sein mussten. Sie hatte eigentlich keine Zeit mehr, verschiede Versionen zu schreiben oder stundenlang an einem einzigen Satz zu basteln. Da sie trotzdem alles perfekt machen wollte, arbeitete sie die Nächte durch. Sie wollte bloss nicht auffallen oder gar schlechte Leistung abliefern oder noch schlimmer am Ende nichts Vollständiges liefern.

Am Anfang versuchte ihr Chef ihr zu helfen, indem er ihr eine junge Aushilfe zur Verfügung stellte, die sie unterstützen sollte. Doch Babara S. hielt nichts von der Arbeit von Aushilfen. Sie glaubte, dass sie die Sachen nur selbst vernünftige erledigen konnte. Selbst Kleinigkeiten, wie zum Beispiel das Layout zu überarbeiten, traute sie ihrer Aushilfe nicht zu. Damit alles perfekt werden konnte, machte sie alles selber. Bis sie es irgendwann vor Erschöpfung nicht mehr schaffte. Dringende Artikel wurden nicht rechtszeitig fertig. Sie fragte niemanden um Hilfe. Ihr Chef versuchte mehrfach mit ihr zu reden, doch es war ihr viel zu peinlich um Hilfe zu bitten. Als immer mehr Fehler passierten und Artikel nicht gedruckt werden konnten, feuerte ihr Chef sie.

Völlig fertig mit den Nerven bekam auch sie die Diagnose: Burnout!

Heute, 3 Jahre danach, hat Babara S. gelernt, dass Leben zu geniessen und auch mal 5 gerade sein zu lassen. Auch für sie war es ein langer Weg, den sie Dank ihrer Hausärztin, die sie damals sofort zur örtlichen Therapeutin überwiesen hat, geschafft hat.

Ob Sie auch gefährdet sind, testen Sie am Besten selbst unter dem folgenden Link: Perfektionismus - Test

  Perfektionismus kann Sie ausbrennen - erfahren Sie mehr!